Glossar HAARKONZEPT

Trichotillomanie: zwanghaftes Ausreißen der Haare

Bei dieser psychischen Erkrankung handelt es sich um eine komplexe Störung der Impulskontrolle des Betroffenen. Diese Störung äußert sich darin, dass sich Menschen zwanghaft immer an den gleichen Stellen die Haare unter großen Schmerzen mit selbstzerstörerischem Hintergrund herausreißen.

Die Erkrankung taucht in einer signifikanten Häufung bei Jugendlichen in der Pubertät auf, wobei Mädchen mehr betroffen sind als junge Männer. Sie wird häufig von weiteren psychischen Problemen begleitet. Durch das Ausreißen der Haare entstehen kahle Stellen, welche bei fortgesetztem Ausreißen der wieder nachwachsenden Haare irgendwann dauerhaft irreparabel bleiben.

Das zwanghafte Haarausreißen kann durch psychologische Behandlung meist erfolgreich therapiert werden. Unterstützend sollte im Rahmen der psychologischen Betreuung eine Perücke in Betracht gezogen werden. Eine Perücke senkt den Stresspegel des Patienten, da die Umwelt das Problem nicht mehr sofort erkennen kann. Ferner vermindert das die Zwangshandlung insoweit, als die eigenen Haare unter der Perücke nicht sofort zugänglich sind, und das Ausreißen der Perückenhaare keine Schmerzen verursacht. Somit kann eine Perücke eine therapieunterstützende Lösung sein, welche den Heilungsprozess positiv beeinflusst.

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