Glossar HAARKONZEPT

Haartransplantation: Oder auch Eigenhaartransplatation

Eine Haartransplantation oder auch Eigenhaartransplantation ist eine anerkannte Problemlösung bei Haarausfall. Das Prinzip der Eigenhaartransplantation basiert auf der Erkenntnis, dass insbesondere beim männlichen genetisch bedingten Haarausfall zumeist das Hinterkopfhaar stabil erhalten bleibt und nicht ausfällt. Die Vorgehensweise der Haartransplantation besteht darin, einen Teil des Hinterkopfhaares mit Haarwurzel zu entnehmen, um das entnommene Eigenhaar samt dessen genetischer Programmierung „Nicht ausfallen!“ auf die Kahlstellen des Oberkopfes umzuverteilen.

Operationstechnisch wird dazu am Hinterkopf ein Streifen Kopfhaut herausgeschnitten und die entstandene Lücke durch eine Naht zusammengezogen und verschlossen. Der Hautstreifen wird dann in aufwendiger Handarbeit in einzelne Haartransplantate, die sogenannten MicroCrafts, separiert. Diese MicroCrafts enthalten 1 bis 2 Haarwurzeln, die als Transplantat vorzubereiten sind. An der einzufügenden Stelle am Oberkopf werden in Fallrichtung der Haare kleine Kanäle in die Kopfhaut gestochen, in welche die Transplantate hineingeschoben werden. Nach einigen Wochen des Heilungsprozesses beginnen dann die transplantierten Haare wieder zu wachsen.

Da bei einer Haartransplantation keine zusätzlichen Haare entstehen, sondern lediglich der vorhandene Haarbestand umverteilt wird, eignet sich die Eigenhaartransplantation insbesondere als Lösung für kleine und größenmäßig stabile Kahlstellen. Letzteres ist wichtig, denn würden sich die behandelten Kahlstellen durch weiter voranschreitenden Haarausfall vergrößern, entstehen unschöne „Schneisen“ zwischen dem Bestand der transplantierten Haare und dem vorhandenen, weiter zurückweichenden Resthaar. Somit sollte im Grunde ein zum Stillstand gekommener Haarausfall die Voraussetzung für die Anwendung dieser Lösung sein. Jüngere Menschen bis vierzig Jahre scheiden daher im Regelfall aus, da bis zu diesem Alter noch mit sich fortsetzendem Haarausfall gerechnet werden muss.

Neben der anzuratenden Voraussetzung kleinerer, räumlich stabiler Kahlstellen wie z.B. Geheimratsecken oder kleinere Tonsuren am Hinterkopf, muss beachtet werden, dass das Ergebnis in seiner Fülle eher einem schütteren Haar gleicht. Dies liegt daran, dass die Transplantate mit einem gewissen Mindestabstand gesetzt werden müssen, damit die verpflanzten Haarwurzeln auch weitestgehend tatsächlich anwachsen.

Für Frauen ist eine Eigenhaartransplantation meist schwierig, da sich der genetisch bedingte Haarausfall vom Verlauf her oft anders als beim Mann darstellt. Im Gegensatz zu Männern, die ihre Haare am Oberkopf im Laufe der Zeit komplett verlieren, zeigt sich der genetische Haarverlust bei Frauen eher als diffuser Haarausfall. Das bedeutet, dass der Haarverlust sich über den gesamten Kopf, also auch den Hinterkopf und an den Seiten, erstreckt. Somit mangelt es an der genetischne Programmierung der Hinterkopfhaare auf „Nicht ausfallen!“-, was aber, wie eingangs beschrieben, eine Voraussetzung für das langfristige Gelingen einer Haartransplantation ist.

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